Alle Eltern fühlen sich irgendwann hilflos, wenn ihr Baby weint. Diese erschöpfende Erfahrung, wenn man es nicht schafft, das kleine Wesen zu beruhigen, das von seinen Gefühlen überwältigt ist, kennen Eltern auf der ganzen Welt. Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen sind diese Tränen völlig normal.
Aber was, wenn dein Baby gegessen, geschlafen und eine frische Windel bekommen hat ... und trotzdem weiter weint? Sollte man es auf den Arm nehmen? Und vor allem: Ist das wirklich eine gute Idee?
„Ich werde es verwöhnen“: Was, wenn das nur ein Mythos ist?
„Ich darf seinem Weinen nicht nachgeben.“
„Ich werde es verwöhnen.“
„Es muss lernen, sich selbst zu regulieren.“
Diese Sätze haben wohl alle Eltern schon einmal gehört oder gedacht. Sie sind tief in unserer Kultur verankert. Und doch widersprechen wissenschaftliche Erkenntnisse diesen Vorstellungen.
Ein Baby weint nicht „auf Kommando“. Sein Gehirn ist schlicht noch nicht reif genug dafür. Sein Weinen ist nicht absichtlich: Es ist echt. Es drückt ein echtes Bedürfnis aus – das Bedürfnis nach Sicherheit durch deine Nähe, deinen Geruch und deine Wärme.
Denken wir daran: Wir sind Säugetiere. Und wie jedes junge Säugetier reagiert ein Baby ganz natürlich mit Stress und Unruhe, wenn es von einer erwachsenen Bezugsperson getrennt ist. Das ist keine Laune. Das ist Biologie.
Wird ein Baby durch das Tragen auf dem Arm abhängiger?
Das ist einer der hartnäckigsten – und zugleich falschesten – Mythen.
Studien zeigen das Gegenteil: Je schneller und körperlich unmittelbarer ein Erwachsener auf das Weinen seines Babys reagiert, desto selbstständiger wird das Kind im Laufe des zweiten Lebensjahres. Indem du auf seine Bedürfnisse eingehst, schaffst du keine Abhängigkeit. Du baust ein inneres Gefühl von Sicherheit auf.
Die Kinderärztin Catherine Gueguen erklärt, dass „Fürsorge und ein wertschätzender Umgang die psychische Entwicklung des Kindes fördern“. Sie fördern die Ausschüttung von Oxytocin, dem Hormon für Wohlbefinden und Bindung, das eine wichtige Rolle bei Empathie und Altruismus spielt.
Je mehr die grundlegenden Bedürfnisse eines Säuglings erfüllt werden, desto besser können sich positive kognitive Verbindungen entwickeln. So kann es die Welt anschließend gelassener erkunden, weil es weiß, dass es sich auf dich verlassen kann.
Was uns Babys aus traditionellen Kulturen zeigen
Ethnologen haben eine bemerkenswerte Beobachtung gemacht: Babys in traditionellen Kulturen weinen seltener und kürzer als Babys in westlichen Kulturen.
Der Grund? Nähe. In diesen Kulturen werden Babys sehr viel getragen. Die Mutter erkennt Anzeichen von Unwohlsein und reagiert darauf, sobald sie auftreten – noch bevor sich das Weinen verstärkt.
Das eigene Kind nah am Körper zu tragen, gibt auch den Eltern Sicherheit. „Es geht ihm gut, ich spüre es.“ Es bedeutet, dem eigenen Instinkt zu vertrauen, sich mit den Gefühlen des Babys zu verbinden und die Grundlage für eine dauerhafte vertrauensvolle Beziehung zu schaffen.
Die Ärztin Christine Coquart beschreibt das Prinzip der bindungsorientierten Elternschaft als eine „Methode, die auf großer Nähe, aktivem Zuhören und Haltgeben basiert“ und das Baby beruhigt, Sicherheit vermittelt und wertschätzt. Ihrer Ansicht nach schafft diese Form der Fürsorge eine stabile Bindung und gibt dem Kind eine dauerhafte innere Sicherheit.
Ergonomisches Babytragen: Was bedeutet das und warum macht es einen Unterschied?
Achtung: Nicht jede Art des Tragens ist gleich. Das ergonomische Babytragen berücksichtigt die natürliche Haltung des Babys: den gerundeten Rücken, die Anhock-Spreiz-Haltung der Hüften und eine gut gestützte Nackenpartie.
Diese Art des Tragens sorgt sowohl für den Komfort des Babys als auch für eine gute Unterstützung der Entwicklung von Hüften und Wirbelsäule.
Du hast Angst vor dem Babytragen? Damit bist du nicht allein
Angst, dein Baby falsch zu positionieren. Angst, es fallen zu lassen. Angst, dass es zu lange dauert, wenn du ohnehin schon spät dran bist ...
Und wer könnte es dir verdenken? Mehrere Meter Stoff mit einer Hand zu binden, während du dein Baby mit der anderen hältst, ist nicht gerade die Definition von „einfach und intuitiv“.
Genau deshalb wurden die Mama Hangs Babytragen entwickelt: damit ergonomisches Babytragen für alle Eltern zugänglich ist – ohne kompliziertes Lernen und ohne Stress. Dein Baby ist in wenigen Sekunden sicher und nah an deinem Körper positioniert, genau dort, wo es sein möchte.
Zusammenfassung: Was du über Babyweinen und Babytragen wissen solltest
Ist es normal, dass Babys weinen?
Ja, in den allermeisten Fällen ist es völlig normal, dass Babys weinen. Sie drücken damit ein Bedürfnis aus – zum Beispiel Hunger, Müdigkeit oder das Bedürfnis nach Nähe – und versuchen nicht, ihre Eltern bewusst zu manipulieren.
Schafft es schlechte Gewohnheiten, ein Baby auf den Arm zu nehmen?
Nein. Studien zeigen, dass ein Baby, dessen Bedürfnisse durch körperliche Nähe schnell erfüllt werden, im Laufe des zweiten Lebensjahres selbstständiger wird – nicht weniger selbstständig.
Warum weinen getragene Babys weniger?
Durch das Tragen können Eltern Anzeichen von Unwohlsein frühzeitig erkennen und darauf reagieren, bevor sich das Weinen verstärkt. Die körperliche Nähe beruhigt das Baby und fördert die Ausschüttung von Oxytocin, dem Hormon für Wohlbefinden und Bindung.
Was bedeutet ergonomisches Babytragen?
Ergonomisches Babytragen berücksichtigt die natürliche Haltung des Babys: einen gerundeten Rücken, eine Anhock-Spreiz-Haltung der Hüften und eine gut gestützte Nackenpartie. Es unterstützt eine gesunde Entwicklung von Hüften und Wirbelsäule.
Du hast Fragen zum ergonomischen Babytragen oder zur Wahl einer geeigneten Babytrage? Kontaktiere uns gerne – wir sind für dich da und unterstützen dich bei der Auswahl.
