Photo en noir et blanc d'une maman allaitant son bébé illustrant l'article de blog : la santé mentale des jeunes mamans et l'importance de prendre soin de soi de Mama Hangs

Die mentale Gesundheit junger Mamas und wie wichtig es ist, auf sich selbst zu achten

Mutterschaft ist ein wunderschönes Abenteuer, aber sie bringt auch viele Herausforderungen mit sich: sich um das Baby kümmern, ein völlig verändertes Leben neu organisieren, sich an einen neuen Rhythmus gewöhnen und gleichzeitig die eigene mentale Gesundheit bewahren. Als junge Mama ist es besonders wichtig, auf das eigene psychische Wohlbefinden zu achten – vor allem in dieser Zeit, in der du viele neue Verantwortlichkeiten und manchmal überwältigende Emotionen unter einen Hut bringen musst.

In diesem Artikel helfen wir dir, die Unterschiede zwischen Baby Blues und postpartaler Depression zu erkennen, und geben dir einige praktische Tipps, die dich dabei unterstützen, diese besondere Zeit möglichst sanft zu bewältigen! 

Baby Blues oder postpartale Depression? 

Es ist wichtig, zwischen dem Baby Blues und einer postpartalen Depression zu unterscheiden. Der Baby Blues ist eine sehr häufige emotionale und körperliche Reaktion, die bei vielen Mamas in den ersten Tagen oder Wochen nach der Geburt auftritt. Du bist vielleicht noch in der Klinik oder gerade mit deinem Baby nach Hause gekommen und erlebst Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, häufiges Weinen und eine erhöhte Sensibilität? Keine Panik: Diese Gefühle sind in der Regel vorübergehend und klingen nach einigen Tagen oder wenigen Wochen von selbst wieder ab. Die starken hormonellen Veränderungen nach der Geburt in Verbindung mit der intensiven Müdigkeit erklären diese emotionalen Veränderungen.

Foto einer Mama auf einem Krankenhausbett, die gerade ihr Kind zur Welt gebracht hat – aus dem Mama Hangs Blogartikel über die mentale Gesundheit junger Mamas und die Bedeutung der Selbstfürsorge


Eine postpartale Depression hingegen ist für manche Mamas eine ernstere psychische Belastung, die häufig im ersten Jahr nach der Geburt auftritt. Die Anzeichen können denen des Baby Blues ähneln (zumindest zu Beginn), sind jedoch intensiver und halten länger an. Dazu gehören tiefe Traurigkeit, der Verlust des Interesses an gewohnten Aktivitäten, Veränderungen des Ess- und Schlafverhaltens sowie Gefühle von Hilflosigkeit oder Entmutigung. In seltenen Fällen können auch negative Gedanken oder aufdringliche Gedanken und Ängste auftreten.

Eine postpartale Depression ist eine Erkrankung, die mit der richtigen Unterstützung gut behandelt werden kann. Zögere daher nicht, mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, deiner Hebamme oder einer Therapeutin bzw. einem Therapeuten zu sprechen, wenn dein Baby Blues länger anhält und du keinen Zugang mehr zu den Dingen findest, die dir normalerweise Freude bereiten. Sich unterstützt und von Menschen umgeben zu fühlen, die einem Liebe schenken, kann während dieser Zeit einen großen Unterschied für die Genesung und die Fähigkeit machen, sich um das eigene Baby zu kümmern. Sei liebevoll und verständnisvoll mit dir selbst!

Wie kannst du also auf dich und deine mentale Gesundheit achten, wenn sich alles um dich herum schwierig anfühlt? Hier sind einige liebevolle Tipps, die dich dabei unterstützen können. 

1. Baue dir ein unterstützendes Umfeld auf

Unterschätze nicht, wie wichtig die Unterstützung deines Umfelds in dieser Zeit ist. Kennst du das afrikanische Sprichwort „Um ein Kind großzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf“? Auch wenn wir in modernen westlichen Gesellschaften als frischgebackene Mamas oft auf uns allein gestellt sind, ist es leichter, ein Kind großzuziehen, wenn wir von Menschen umgeben sind, denen wir vertrauen und auf deren Unterstützung wir zählen können.

Umgib dich daher mit Menschen, die dich auf deinem Weg durch die Mutterschaft unterstützen und ermutigen! Ob dein Partner oder deine Partnerin, deine Familie, deine Freundinnen und Freunde oder andere Mamas in deiner Gemeinschaft – allein das Wissen, dass du nicht allein bist, kann eine spürbar positive Wirkung haben. Versuche, an Workshops von Fachleuten zu Themen rund um die frühe Kindheit teilzunehmen, zum Beispiel bei Maison Né oder bei Yada, wenn du beispielsweise in Paris oder Bordeaux wohnst. Eine tolle Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen! 
 
2. Nimm dir Zeit für dich

Die Mutterschaft ist oft intensiv und fordernd, aber es ist wichtig, Zeit für dich selbst zu finden. Ob ein paar Minuten Meditation, eine Sporteinheit, um den Kopf freizubekommen, ein Spaziergang in der Natur oder einfach ein paar entspannte Momente mit Freundinnen und Freunden: Gönne dir diese Pausen, um neue Energie zu tanken – du hast es verdient! Wähle Aktivitäten, die dich beruhigen und dir helfen, wieder zu der Frau zurückzufinden, die du vor der Mutterschaft warst.  

3. Sprich über deine Bedürfnisse

Hab keine Angst, deine Bedürfnisse gegenüber deinem Umfeld auszudrücken – sei es, indem du um Hilfe bei der Hausarbeit oder bei der Organisation des Familienalltags bittest oder deine Sorgen mit deinem Partner oder deiner Partnerin teilst. Indem du offen darüber sprichst, wie du dich fühlst, schaffst du Raum dafür, dass deine Bedürfnisse gehört und berücksichtigt werden. Vergiss nicht: Du musst die Verantwortung nicht allein tragen! Dein Umfeld ist da, um dich zu unterstützen und dich auf deinem Weg durch die Mutterschaft zu begleiten. 

4. Hol dir professionelle Unterstützung

Wenn es dir schwerfällt, deine Emotionen zu bewältigen, oder wenn diese Phase der Niedergeschlagenheit länger anhält, ist es ratsam, eine Fachperson im Gesundheitsbereich zu konsultieren. Es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen. Psychologinnen und Psychologen sowie Psychiaterinnen und Psychiater verfügen über das nötige Fachwissen, um dir die Unterstützung und die Ressourcen zu geben, die du brauchst, um diese schwierige Zeit mit Stärke und Resilienz zu durchstehen.

Wenn du lieber mit deiner Hebamme oder deiner Gynäkologin bzw. deinem Gynäkologen sprechen möchtest, kannst du die üblicherweise 6 bis 8 Wochen nach der Geburt vorgesehene Nachsorgeuntersuchung nutzen, um über deine Emotionen, deine Gefühle und deine Sorgen zu sprechen. Sie können dich an eine geeignete Fachperson für psychische Gesundheit weiterleiten, die zu deinen Bedürfnissen und deiner Situation passt.

Auch die Organisation Maman Blues ist eine wertvolle Anlaufstelle. Die Fachkräfte und ehrenamtlich Engagierten dort sind darin geschult, Mütter zuzuhören, die mit Schwierigkeiten rund um die Mutterschaft zu kämpfen haben, und sie an geeignete Hilfsangebote weiterzuleiten. Sich anzuvertrauen und seine Erfahrungen zu teilen, ist bereits ein erster Schritt auf dem Weg der Genesung: Sprich darüber und bleib nicht allein!

 

Zum Schluss: Denke daran, dass du auf deinem Weg durch die Mutterschaft nicht allein bist! Indem du auf dein mentales Wohlbefinden achtest, deine sozialen Beziehungen zu deinem Umfeld pflegst und dir Hilfe holst, wenn du sie brauchst, kannst du diese Zeit mit möglichst viel Vertrauen und Gelassenheit durchstehen.